Beschreibung
Der Japanische Schlangenbart sieht zwar aus wie ein Gras, ist aber enger mit Maiglöckchen, Drachenbaum und Spargel verwandt. Er ist an schattigen, feuchten Orten in Ostasien heimisch und als Zierpflanze weit verbreitet, vor allem in wärmeren Ländern. Es gibt diverse Sorten; ‚Variegatus‘ hat weiß längsgestreifte Blätter. Ophiopogon japonicus bildet dichte Horste aus drahtigen, übergebogenen, 2-4 mm breiten grundständigen Blättern, unterirdische Wurzelstöcke und Ausläufer. An kurzen Blütenständen erscheinen kleine nickende hell-lila Blüten, gefolgt von schwarzblauen kugeligen Früchten. Die Art O. japonicus wird etwa 10- 50 cm, meistens um 25 cm hoch.
Ophiopogon japonicus wächst in ziemlich jeder Erde, die leicht feucht gehalten wird. Vorübergehende Trockenheit wird dank der wasserspeichernden Wurzelknollen überstanden, dauernde Staunässe führt zu Fäulnis. Die Pflanze braucht wenig Licht, wächst aber bei hellem Stand kräftiger. Der Japanische Schlangenbart ist sehr temperaturtolerant und in Mitteleuropa sogar bedingt winterhart, überwintert aber frostfrei sicherer. Auch ganzjährig warme Haltung ist möglich. Man vermehrt die Pflanze durch Teilung älterer Horste und Abtrennen der unterirdischen Ausläufer.
Dieses fernöstliche immergrüne Wald-„Gras“ ist eine robuste, strapazierfähige und schattenverträgliche Pflanze für verschiedene Terrarientypen. Der Japanische Schlangenbart wächst auch in tropischen Regenwaldterrarien, obwohl er aus subtropischen bis warm-gemäßigten Breiten mit kühlen Wintern stammt.




