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Artikelnummer: SK0069290 Kategorie: Schlagwort:

Beschreibung

Hobby Protogen (20ml) – Lebende Infusorien als feinstes Aufzuchtfutter

Hobby Protogen ist die Geheimwaffe für die erfolgreiche Aufzucht kleinster Fischlarven und ein wahrer Segen für jedes Garnelenaquarium. Es handelt sich um ein hochkonzentriertes Pulver aus auf Nährboden getrockneten Infusorien (z.B. Pantoffeltierchen). Bei Kontakt mit Aquarienwasser erwachen diese mikroskopisch kleinen Lebewesen wieder zum Leben, vermehren sich und bilden eine nährstoffreiche, „lebende Wolke“ aus feinstem Futter – ideal für Fischbrut, die noch zu klein für Artemia-Nauplien ist.

Was sind Infusorien und warum sind sie so wichtig?

Infusorien sind eine Gruppe von Einzellern, die in jedem natürlichen Gewässer vorkommen. Für frisch geschlüpfte Fischlarven vieler Salmler-, Barben- oder Labyrinthfischarten sind sie in den ersten Lebenstagen die einzig passende Nahrungsquelle. In Garnelenaquarien etabliert Protogen eine gesunde Mikrofauna. Die sich entwickelnden Mikroorganismen besiedeln alle Oberflächen und dienen insbesondere den winzigen Garnelenbabys als ständige, unerschöpfliche Weidegründe, was ihre Überlebensrate signifikant steigert.

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ideales Erstfutter: Liefert lebende Mikroorganismen in perfekter Größe für die Mäulchen kleinster Fischlarven.
  • Steigert die Überlebensraten: Stellt eine konstante Nahrungsquelle sicher und erhöht so die Erfolgsquote bei der Aufzucht.
  • Perfekt für Garnelen-Nachwuchs: Etabliert eine dauerhafte Mikrofauna im Becken, die von Baby-Garnelen abgeweidet werden kann.
  • Fördert natürliches Verhalten: Die Jagd auf lebendes Futter stimuliert die natürlichen Instinkte der Jungfische.
  • Extrem Ergiebig: Der 20ml-Inhalt ist hochkonzentriert und reicht für eine sehr lange Zeit und unzählige Aufzuchten.

Tom’s Kommentar

Protogen ist ein echter Geheimtipp, nicht nur für Fischzüchter. Wenn ihr sehen wollt, wie sich eure Garnelen regelrecht überschlagen und um jedes Körnchen streiten, gebt eine winzige Menge Protogen ins Becken. Die Garnelen lieben die sich entwickelnde Mikrofauna und weiden sie unermüdlich von allen Oberflächen ab!

Anwendung & Dosierung

Protogen kann auf zwei Arten verwendet werden:

  • Direktfütterung im Aufzuchtbecken: Geben Sie eine sehr kleine Menge (z.B. eine Messerspitze oder 1-2 „Reiskörner“ voll) direkt ins Wasser. Die Infusorien entwickeln sich direkt im Becken.
  • Separate Kultur ansetzen: Für einen größeren Bedarf geben Sie eine kleine Prise Protogen in ein separates Glas mit ca. 1 Liter Aquarienwasser. Bei Raumtemperatur entwickelt sich innerhalb von 2-4 Tagen eine dichte Kultur, die Sie dann mit einer Pipette entnehmen und verfüttern können.

Wichtig: Immer sehr sparsam dosieren! Eine Überdosierung kann zu Bakterienblüten führen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Protogen und anderem Staubfutter?

Protogen besteht aus getrockneten, aber lebensfähigen Dauersporen von Einzellern. Es ist also eine „schlafende“ Lebendfutter-Kultur, die im Wasser erwacht und sich vermehrt. Herkömmliches Staubfutter (z.B. aus Spirulina) ist ein feines, nicht-lebendes Pulver, das als Nährstoff dient, sich aber nicht selbstständig im Becken weiterentwickelt.

Woran erkenne ich, dass sich die Infusorien entwickeln?

In einer separaten Kultur wird das Wasser nach 1-2 Tagen leicht trüb bis milchig und entwickelt einen spezifischen, aber nicht fauligen Geruch. Das ist das Zeichen für eine massive Vermehrung der Mikroorganismen. Im Aquarium selbst ist die Entwicklung mit bloßem Auge kaum sichtbar, aber Ihre Garnelenbabys werden es schnell bemerken.

Kann ich mit Protogen überfüttern?

Ja, eine Überdosierung ist die häufigste Fehlerquelle. Beginnen Sie immer mit einer extrem kleinen Menge (z.B. 1-2 Körnchen für ein 30L Becken). Zu viel Protogen führt zu einem Nährstoffüberschuss, der eine Bakterienblüte (milchiges Wasser) verursachen und die Wasserqualität belasten kann. Hier gilt: Weniger ist mehr!

Mein Protogen-Ansatz riecht faulig. Was habe ich falsch gemacht?

Ein fauliger Geruch deutet darauf hin, dass die Kultur „gekippt“ ist. Ursache ist fast immer eine zu hohe Dosierung des Pulvers. Der Nährstoffüberschuss wurde nicht von den gewünschten Infusorien, sondern von unerwünschten Bakterien verwertet. Verwerfen Sie den Ansatz und starten Sie mit einer deutlich geringeren Menge neu.

Wie lange dauert es, bis ich verfüttern kann?

Wenn Sie eine separate Kultur ansetzen, ist die Dichte der Infusorien nach ca. 2-4 Tagen bei Raumtemperatur am höchsten und ideal zum Verfüttern. Bei der Direktfütterung ins Becken steht die sich entwickelnde Mikrofauna den Tieren quasi sofort zur Verfügung.

Wie lagere ich das angebrochene Protogen?

Absolut entscheidend ist die Lagerung an einem kühlen, und vor allem komplett trockenen Ort. Der Behälter muss immer fest verschlossen sein, damit keine Luftfeuchtigkeit eindringen kann, die die Dauerstadien vorzeitig aktivieren würde.

Wann steige ich von Infusorien auf das nächstgrößere Futter um?

Sobald Sie sehen, dass die Mäulchen Ihrer Jungfische groß genug sind, um frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien zu bewältigen, sollten Sie umsteigen bzw. parallel füttern. Dies ist in der Regel nach wenigen Tagen bis einer Woche der Fall.

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