Beschreibung
Diese hübsche kriechende Pflanze wird im Handel meistens noch Pellionia repens genannt. Procris repens ist zwar ein Brennnesselgewächs (Urticaceae), hat aber wie viele andere Vertreter der Familie keine Brennhaare. Sie ist im tropischen Asien heimisch, von Indien und Süd-China (Yunnan) bis Indonesien. Dort ist sie Raupenfutterpflanze für einige Tagfalter der Gattung Hypolimnas. Die krautige Pflanze wächst am Boden von tropischen und subtropischen Regen- und Feuchtwäldern. Sie bildet bis etwa 60 cm lange verzweigte, niederliegende, hängende und auch mehr oder weniger kletternde Sprosse; der Teppich kann bis etwa 15 cm hoch werden. Die etwas fleischigen, leicht zickzackförmigen Stängel bilden Wurzeln an den Knoten. Die asymmetrischen, elliptischen bis länglichen Blätter ähneln denen von bestimmten Begonia-Arten, sie sitzen zweizeilig in dichter Folge am Stängel und sind etwa 2,5 – 10 cm lang. Die jüngeren Blätter haben eine aparte Zeichnung, die an das Adermuster von Wassermelonen-Schalen erinnert. Es gibt einige unterschiedlich gezeichnete Formen von Procris repens. Die meistens als Pellionia repens gehandelte Pflanze hat eine auffällige silbrig-graugrüne Zone in der Blattmitte, die mit dunklem Nervenmuster in den violett-braungrünen Blattrand übergeht. Auf der Blattunterseite sind die Nerven rötlich.
So wie viele tropische Waldpflanzen wächst Procris repens am besten in einem lockeren, gut dränierten Substrat, das mäßig feucht gehalten wird, aber weder staunass noch ganz trocken werden sollte. Höhere Luftfeuchtigkeit von über 50 % ist zu empfehlen. Der Lichtbedarf dieser Schattenpflanze ist nicht hoch, doch sie wächst am besten an einem mäßig hellen Platz. Bei Tageslichtkultur sollte sie vor direkter Sonne geschützt sein. Wenn die Pflanze gut eingewachsen ist, kann sie gelegentlich mit einem Grünpflanzendünger versorgt werden.
Die Kriechende Pellionie, eine Pflanze aus dem schattigen Unterwuchs tropischer Primärwälder in Asien, ist ideal für Regenwald-Terrarien und andere Behälter mit hoher Luftfeuchte geeignet. Sie ist in erster Linie ein Bodendecker, der mit seiner aparten Blattzeichnung ein optisches Highlight in dämmrigen Terrarienbereichen setzt. Procris repens klettert auch über Steine, am Boden liegendes Holz und an feuchten Rückwänden oder hängt mit ihren Trieben von erhöhten Pflanzplätzen herab.




